Bildergalerie zum Kloster Oelinghausen

Das aus dem 12. Jahrhundert stammende Kloster Oelinghausen ist regional von religiös-kultureller Bedeutung.

Die noch auf einer Länge von 400 Metern erhaltene, teilweise restaurierte Klostermauer wurde in Trockenbauweise errichtet und mit Kalkmörtel verfugt. Sie zeigt eine vielfältige Mauervegetation.

Auf der Krone der Mauer wachsen verschiedene Sträucher, u.a. die Apfelrose (Rosa villosa), eine alte Kulturpflanze.

Auch die wärmeliebende Stachelbeere (Ribes uva-crispa) wächst auf der Mauerkrone. Ihre Blüten bieten im Frühjahr Nektar und Pollen für verschiedene Wildbienen.

Die warme, recht trockene Mauerkrone besiedelt vereinzelt auch der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) mit seinen blau-violetten Blüten.

Auf der Mauerkrone ist auch die wärmeliebende Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre) mit ihren verdickten Blättern zu finden.

Zu den Mauerfarnen gehört der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanis). Er wächst in Mauerfugen und bevorzugt schattige, etwas feuchte Stellen.

Die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) ist ein kalkliebender Mauerspaltenfarn an lichten, trockeneren Stellen.

Die rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) wächst mit ihrer Pfahlwurzel in Fels- und Mauerspalten.

Auf den alten Mauersteinen der wenig bewachsenen, sonnenzugewandten Außenseite der Mauer ist oft ein Mosaik aus verschiedenen Krustenflechten zu finden.

Das Weibchen der Mauer-Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) gräbt Niströhren ist die Kalkmörtelfugen der Mauer.

Die weißmündige Bänderschnecke (Cepaea hortensis) ist an der Mauer in verschiedenen Farb- und Bändervarianten zu finden. Bei Hitze und Trockenheit im Sommer hält sie einen Trockenschlaf.

Die weibliche Wolfsspinne der Gattung Pardosa betreibt Brutfürsorge. Es trägt den an den Spinnwarzen befestigten Eikokon mit sich herum.

Auf den Blättern des Gewöhnlichen Beinwells (Symphytum officinale) lebt die nur 3-4 mm große Beinwell-Netzwanze (Dictyla humuli) mit einer netzartig strukturierten Körperoberseite. Die Blätter des Beinwells bieten dieser heimischen Wanzenart nicht nur Nahrung, sondern sind auch Paarungsort und Eiablageplatz.